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Grusswort Winter 2021/2022

„Weihnachtswischtel“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn es mal wieder Zeit wird, das vierteljährliche Grußwort für unser Mitteilungsblatt zu schreiben, gehen mir viele Ideen durch den Sinn.

Seit etlichen Quartalen beschäftigen mich und uns alle die Themen: Corona- Inzidenz, Politiker-Ansprachen, Experten-Meinungen, Wahlen , Klinik-Ampel , usw.

Müsste, sollte, wollte ich darauf Bezug nehmen……?

Und während ich Ende  November noch sinnierte, erschien meine 4jährige Enkeltochter Antonia am Kaffeetisch und erzählte aufgeregt von „Maivi, ihrer Weihnachtswischtel“.

Sie lesen richtig: Wischtel! So wie ihre Erzieherin im Kindergarten „Meschtild“ heißt!

Ich war etwas erstaunt, denn zu meiner Zeit hatte es so etwas noch nicht gegeben. Interessiert  erkundigte ich mich: „Was macht denn so ein Wichtel und wie sieht er aus?“

Darauf Antonia: „Nein Opa, eine Wischtel“ und erhob dabei tadelnd ihren kleinen Zeigefinger.

Und dann dozierte sie, dass Maivi gelockte orange Haare habe, so groß bzw. so klein wie Mamas Daumen sei, in ihrem Kinderzimmer wohnen würde und über den Sommer mit ihrem  Wichtelfreund Torre, (dem Weihnachtswichtel ihres Cousins Leo), verreist gewesen sei.

Und dann berichtete sie, dass Maivi eine ganz wilde Wischtel sei. Sie habe letzte Weihnachten in ihrer winzigen  Wischtelküche klitzekleine Engelsaugenplätzchen gebacken und dabei das Backmehl im ganzen Kinderzimmer verstreut. Und sie, Antonia, habe alles aufkehren und putzen müssen!

Dennoch habe sie ihre Maivi sehr lieb und warte schon sehnsüchtig darauf, dass sie rechtzeitig zum 1. Advent oder spätestens an Nikolaus in ihre Wichtelwohnung zurückkehre.

„Und weißt Du Opa, Maivi muss sich auch nicht testen, bevor sie zu mir ins Kinderzimmer zurückkehrt!  Nur Menschen müssen sich testen!“

Wumms, das war eine Aussage aus Kindermund!

Lustig, befreiend, nachdenklich stimmend!

Da wird dieses kleine Wesen Antonia beinahe täglich im Kindergarten auf Corona getestet und nimmt diese Prozedur mit spielerischer Leichtigkeit wahr und baut sie ganz einfach in ihre kindliche Phantasiewelt ein.

Plötzlich blitzte in mir die Erkenntnis auf, dass unser Leben, so beschwerlich es derzeit auch sein mag, wunderschöne Momente für uns bereithält und die kindliche Phantasie eine Lebensfreude spendende Kraft besitzt.

Der von mir so sehr geschätzte Erich Kästner sagte einmal: „Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch!“

Gemäß Astrid Lindgren, die ich ebenso verehre,  wünsche ich Ihnen, dass Sie  ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen können.

Friedvolle und freudvolle Festtage und für das Jahr 2022 alles Gute, Glück und Gesundheit wünscht Ihnen

Ihr Christian Potrawa