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„Innerer Friede ist ein Schmetterling, der sich immer unserem Griff entzieht, wenn man ihn jagt,
der sich aber auf uns niederlässt, wenn wir ganz steil dasitzen“
nach Nathaniel. Hawthorne

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Kürzlich kam mir ein Wort unter die Augen, das mir gänzlich unbekannt war: „Altjahrswoche“!
Es stammt aus der Schweiz und ist ein wenig mit unseren „Rauhnächten“ oder dem Begriff
„Zwischen den Jahren“ verwandt. In England spricht man von „Twelve Nights“ , den finnischen
unaussprechlichen Begriff möchte ich Ihnen ersparen. Im alten Ägypten wurde die Zeit zwischen
den Jahren mit „Heriu-Renpet“ benannt - hier verzichte ich gerne auf die Wiedergabe der
Hieroglyphen!
All diesen Begrifflichkeiten ist eines gemeinsam - den Menschen war es wichtig, am Ende eines
alten und vor dem Beginn eines neuen Jahres innezuhalten, zurückzudenken, Gedanken und
Dinge zu ordnen und sich auf Neues vorzubereiten.
Mein letztes Grußwort, liebe Kolleginnen und Kollegen, focussierte sich auf den Begriff
„Prävention“ und zwar auf die präventive Medizin für unsere Patienten.
Dass eine „Altjahrswoche“ auch Prävention sein kann, präventive Medizin für die ärztliche Seele,
mag auf den ersten Blick verwundern........
Ich habe in meiner eigenen Vita als sog. Hausarzt die Zeit zwischen den Jahren als sehr
gewinnend empfunden. Vom erhöhten Patientenaufkommen im Winter sehr erschöpft und
beansprucht, war für mich das Hineingleiten in diese ruhigere Zeit entspannend und zugleich
belebend.
Zur Freude meiner Familie war ich in diesen Tagen gezwungen, Ruhe zu geben und habe dies
auch zugelassen.
Ist es nicht schön, sich die Weihnachtsgeschenke in Ruhe anzusehen, das Buch, das man schon
oft in der Hand hatte, nun endlich auch bis zum Ende zu lesen - luxuriöserweise vielleicht sogar in
einem Ohrensessel - und dabei entspannt Lieblingsmusik anzuhören?
Im Zustand der körperlichen und seelischen Entspannung können die Gedanken kreisen, in die
zurückliegenden Monate schweifen, sich strukturieren, sinnieren und von Kommendem träumen.
Wir können uns dabei Gedanken über Wünsche, Ziele und Möglichkeiten machen, über das, was
wir ändern möchten, aber auch über das, was bleiben darf, weil es gut ist.
Vielleicht können auch Sie die „Altjahrswoche“ als wohltuende Chance und heilsame Zeit
begreifen.
Hören Sie ruhig einmal auf Ihre Lieben, deren Rat zur Ruhe und Entspannung und bleiben Sie
gesund - an Leib und Seele!
Genussvolle, erholsame und fröhliche Tage zwischen den Jahren wünscht Ihnen

Ihr Christian Potrawa