

Ärztlicher
Kreisverband
Würzburg und Umgebung
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Der Klimawandel stellt die Gesundheitsversorgung vor neue Herausforderungen. Hitze, Extremwetter, Starkregen, Pollenbelastung, Luftverschmutzung. Diese Ereignisse werden häufiger und treffen besonders ohnehin gefährdete Patient:innen wie ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Kinder und Schwangere.
Worum geht es in der AdaptNet Klima-Toolbox?
Die AdaptNet Klima-Toolbox unterstützt Sie dabei, Ihre Praxis optimal auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels vorzubereiten – praxisnah und wissenschaftlich fundiert:
https://www.allgemeinmedizin.uk-erlangen.de/forschung/forschungsprojekte/adaptnet/
Weiter wurde eine Seite mit Klimasimulationen vorgestellt, die es erlaubt, bis auf Kreisebene Klimafolgen auch im Trend zu visualisieren:
https://ehlabaugsburg.github.io/AdaptNet/map.html
Kompletter GOÄ-Entwurf jetzt veröffentlicht:
Die
Fortbildung Planetary Health, vom 18.02.2026 fand eine positive Resonanz.
Für
alle, die nicht dabei sein konnten, finden Sie hier eine Zusammenfassung:
Planetare Gesundheit: Würzburger Ärzteschaft diskutiert
klinische Folgen des Klimawandels
Auf Initiative von Dr. Christian Potrawa, 1. Vorsitzender
des Ärztlichen Kreisverbands Würzburg, fand im Vortragssaal der
Kassenärztlichen Vereinigung eine Fortbildung zur Planetaren Gesundheit statt.
Moderiert von Dr. Potrawa diskutierten Ärztinnen und Ärzte aus Würzburg und der
Region, welche gesundheitlichen Folgen ökologischer Krisen bereits heute im
Praxisalltag sichtbar werden und was das für Prävention und Versorgung
bedeutet.
Aktueller Anlass war der Rückbau zentraler US-Klimaschutzregelungen
durch die Trump-Administration sowie die darauffolgende Stellungnahme der
Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer zur „Planetary Health und
ärztlichen Verantwortung“.
Der Referent betonte: Planetare Gesundheit ist kein neues Fach
und kein parteipolitisches Programm, sondern eine evidenzbasierte Erweiterung
ärztlicher Gesundheitsförderung und Prävention mit konkreten Implikationen
für Beratung, Patientensicherheit und Vorsorge.
An Fallbeispielen wurde deutlich, wie sich Risiken
verschieben: Hitzebelastung kann bei vorerkrankten Patientinnen und Patienten
zu Exsikkose und Dekompensation führen; zugleich verändern sich
Infektionsrisiken durch die Ausbreitung von Vektoren wie Aedes albopictus mit
Konsequenzen für Differenzialdiagnostik auch in der Hausarztpraxis.
Ein Schwerpunkt lag auf Ethik und Berufsordnung: Ärztinnen
und Ärzte haben eine Schlüsselrolle beim Schutz gesundheitsfördernder
Umweltbedingungen besonders im Blick auf vulnerable Gruppen und zukünftige
Generationen.
Zum Ausblick gehörten konkrete Handlungsansätze, u. a. das
Konzept der „klimaresilienten Versorgung“ als Best-Practice. Der Ärztliche
Kreisverband plant weitere themenspezifische Fortbildungen.