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Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) bewertet die über das Wochenende verhandelten Änderungen am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz als unzureichend. BLÄK-Präsident Dr. Gerald Quitterer betont, dass die vorgesehenen Anpassungen am Gesetzentwurf zentrale Herausforderungen der ambulanten Versorgung weiterhin nicht lösten.
Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) kritisiert die geplanten Regelungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Die vorgesehenen Kürzungen und Vergütungsbegrenzungen drohen die ambulante und stationäre Versorgung zu schwächen, ohne die strukturellen Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltig zu lösen.
Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) kritisieren die Vorschläge der Bundesvereinigung der Apothekerverbände (ABDA) zur möglichen Ausweitung der Rolle von Apotheken in der Primärversorgung. Die stärkere Einbindung von Apotheken in Ersteinschätzungen und Testungen bei medizinischen Problemen oder erweiterte Befugnisse bei der Arzneimittelabgabe können aus Sicht der Ärzteschaft die aktuellen Herausforderungen der medizinischen Versorgung nicht lösen.
Vom 12. bis 15. Mai 2026 fand in Hannover der 130. Deutsche Ärztetag (DÄT) statt. 39 Abgeordnete aus Bayern nahmen an der Hauptversammlung der Bundesärztekammer teil, um an der Weiterentwicklung berufsrechtlicher Regelungen sowie an der gesundheitspolitischen Positionierung der Ärzteschaft mitzuwirken. Zu den zentralen, von der bayerischen Delegation maßgeblich vorangetriebenen Initiativen, zählen die DÄT-Beschlüsse zur systematischen Weiterentwicklung von Klima- und Gesundheitswissen in schulischen Rahmenlehrplänen, zur Reduktion problematischen Medienverhaltens, zur Förderung der „herzgesunden Stadt“, zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und zur Einführung eines innerörtlichen Tempolimits von 30 km/h. Die BLÄK bezog während des DÄT außerdem klar Stellung gegen Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt im Gesundheitswesen.
Der 130. Deutsche Ärztetag 2026 in Hannover hat sich für eine stärkere Prävention gesundheitlicher Risiken im digitalen Raum sowie für den Ausbau von Gesundheits- und Klimakompetenz in Schulen ausgesprochen. Mehrere der angenommenen Beschlüsse wurden maßgeblich von bayerischen Abgeordneten initiiert.
Vom 12. bis 15. Mai 2026 findet in Hannover der 130. Deutsche Ärztetag statt. 39 Abgeordnete aus Bayern nehmen an der Hauptversammlung der Bundesärztekammer teil, um an der Weiterentwicklung berufsrechtlicher Regelungen sowie an der gesundheitspolitischen Positionierung der Ärzteschaft mitzuwirken. Zu den zentralen gesundheitspolitischen Initiativen aus Bayern zählen die Anträge „Den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels aktiv begegnen“, „Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken“ und „Die herzgesunde Stadt“. Darüber hinaus stehen die Weiterentwicklung der (Muster-)Weiterbildungsordnung, die Debatte über das GKV Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung sowie aktuelle Entwicklungen in der Suchtmedizin auf der Tagesordnung. „Ich freue mich auf viele gute, offene Diskussionen und klare Positionen. Ein gelungener Deutscher Ärztetag ist für mich eine Tagung, bei der wir in der Sache vorankommen und unsere Forderungen an die politischen Entscheidungsträger adressieren – gerade bei großen Themen wie Versorgungsstrukturen, der Finanzierung versicherungsfremder Leistungen in der GKV oder den Rahmenbedingungen unseres Berufs“, sagt Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), im Vorfeld der Tagung.
Vor dem Hintergrund der Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab 2027 fordert Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), in erster Linie grundlegende Strukturreformen im Gesundheitswesen, um das System langfristig vor unnötigen Kostensteigerungen zu bewahren. „Die Kommission hat 66 Einzelvorschläge für nahezu alle Bereiche des Gesundheitswesens vorgelegt. Diese gilt es nun gründlich zu prüfen und im Gesamtzusammenhang zu betrachten. Entscheidend ist, dass es am Ende nicht bei punktuellen Einzelmaßnahmen bleibt, sondern dass ein tragfähiges Gesamtkonzept entsteht, welches unser Gesundheitswesen nicht nur kurzfristig stärkt und den solidarischen Charakter bewahrt. Hierzu ist ein enger Dialog der politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger mit der ärztlichen Selbstverwaltung und der Ärzteschaft, die die Versorgung sichert, notwendig“, betont Quitterer. Dabei kann es nicht sein, dass finanzrelevante Bereiche wie die Versicherung von Bürgergeldempfängerinnen und -empfängern oder die Streichung der Mitversicherung von Ehegatten seitens der Politik schon grundsätzlich abgelehnt werden, handelt es sich gerade hierbei um strukturelle Anpassungen. „Die Finanzierungsverantwortung des Bundes für versicherungsfremde Leistungen ist überfällig“, so Quitterer.
Nahezu täglich werden neue Vorschläge zur Sanierung unseres Gesundheitssystems präsentiert. „So verschieden diese Ansätze der unterschiedlichsten Akteure im Gesundheitswesen im Detail auch sein mögen, fast alle eint ein zentrales Defizit: Es fehlt nach wie vor ein tragendes Gesamtkonzept, das die Ursachen der finanziellen und strukturellen Schieflage systematisch adressiert, anstatt lediglich die Symptome zu kurieren“, beginnt Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) den Leitartikel der Märzausgabe des Bayerischen Ärzteblattes.
Leipzig, 27.05.2025 – Klares Signal an die Politik – Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat der neuen Bundesregierung Unterstützung bei der Bewältigung der großen gesundheitspolitischen Zukunftsaufgaben zugesichert. „Die Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor massiven Herausforderungen, die mutige Reformen in allen Leistungsbereichen des Gesundheitssystems erfordern“, sagte Reinhardt vor rund 1 000 Gästen zur Eröffnung des 129. Deutschen Ärztetages in der Leipziger Nikolaikirche.
Berlin, 23.05.2025 - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Bundesa rztekammer und der PKV-Verband haben im Vorfeld des Deutschen Ä rztetags in Leipzig das Gespra ch gesucht, um die von der DKG gea ußerten Bedenken im Hinblick auf den zum Ä rztetag vorgelegten Entwurf fu r eine neue Gebu hrenordnung fu r Ä rzte (GOÄ ) auszura umen.